Stadtgespräch der CDU-Fraktion zum Thema: „Risikofaktor öffentliche Veranstaltungen – Ist Sicherheit für Besucher, Veranstalter und Kommunen möglich?“

Unter dem Titel „Risikofaktor öffentliche Veranstaltungen – Ist Sicherheit für Besucher, Veranstalter und Kommunen möglich?“ startete die CDU-Fraktion am 31. Januar im Haus der Technik ihre diesjährige Reihe der Stadtgespräche mit zahlreichen Gästen.

 

Unter der Moderation von Barbara Rörig, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Was kann und muss die Stadt Essen für die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen unternehmen? Sind die Anforderungen für die Veranstalter noch finanzierbar und wird es möglicherweise zukünftig weniger öffentliche Veranstaltungen in unserer Stadt geben?

 

Auf dem Podium diskutierten Christian Kromberg, Ordnungsdezernent der Stadt Essen, Albert Ritter, Präsident der europäischen Schaustellerunion und des Deutschen Schaustellerverbandes e.V., Ted Terdisch, Unternehmer und Mitveranstalter des RÜ-Oktoberfestes sowie Bernd Loeffler, Leiter des Ständigen Stabs der Polizei Essen.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass das Thema Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen fortlaufend überdacht und Sicherheitskonzepte stetig analysiert und verbessert werden müssen. Die Diskutanten waren sich einig, dass ein größtmögliches Maß an Sicherheit erreicht werden muss. Gleichzeitig dürfen Feste nicht an Attraktivität verlieren. Den Besucherinnen und Besuchern von Stadtfesten und Weihnachtsmärkten muss durch geeignete Maßnahmen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden, ohne dass die Veranstaltungen hierdurch ihren eigentlichen Charakter verlieren. Eingehend wurde darüber diskutiert, wer für die schnell sehr hohen Sicherheitskosten zur Kasse gebeten werden soll. Auch die Präsenz von Polizei und Ordnungskräften spielt beim Thema Sicherheit eine Rolle. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen führen zu komplexeren Einsätzen der Polizei, für die auch mehr Polizisten gebraucht werden.

 

In ihrem Schlussstatement betonte Barbara Rörig: „Die lebhafte Diskussion hat gezeigt, dass das Thema Sicherheit auf öffentlichen Veranstaltungen jetzt und auch in Zukunft an Aktualität nicht verlieren wird und aus unterschiedlichen Blickwinkeln sachlich, professionell und differenziert betrachtet werden muss. Unterschiedliche Veranstaltungsformen benötigen unterschiedliche Sicherheitskonzepte. Erfreulich sind die Planungen der Stadt Essen, Sicherheitslösungen künftig durch städtebauliche Maßnahmen zu lösen, die weniger in das Erscheinungsbild eingreifen und stattdessen die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt positiv beeinflussen. Die handelnden Akteure bei der Stadt, Veranstalter, Polizei und Ordnungsbehörden müssen gemeinsam geeignete Maßnahmen koordinieren und umsetzen.“